ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN (AGB) MIT KUNDENINFORMATIONEN
Stand: Oktober 2026 | Querpixel Design (www.querpixel.net)
1. GELTUNGSBEREICH & ANBIETERKENNZEICHNUNG
1.1. Für die Geschäftsbeziehung zwischen
Querpixel Design
Inhaber: Karl-Heinz Uwe Althof
Ebsdorfer Str. 34B
32825 Blomberg
Deutschland
Telefon: +49 (0) 176 42406581
E-Mail: info@querpixel.net
(nachfolgend „Auftragnehmer“) und dem Kunden (nachfolgend „Kunde“) gelten ausschließlich die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen in ihrer zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Fassung.
1.2. Verbraucher im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden kann (§ 13 BGB). Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).
1.3. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als der Auftragnehmer ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.
2. LEISTUNGSGEGENSTAND & BESCHAFFENHEITSVEREINBARUNG BEIM 3D-DRUCK
2.1. Der Auftragnehmer fertigt individuelle Objekte, Dekorationsartikel, Geschenke, Werbemittel und Kleinserien im additiven Fertigungsverfahren (3D-Druck) nach Kundenvorgaben an und erbringt auf Wunsch vorbereitende 3D-Modellierungs- und Anpassungsleistungen.
2.2. Vereinbarte Beschaffenheit von 3D-Druck-Erzeugnissen (gemäß § 434 Abs. 2 BGB):
Die Artikel werden überwiegend im Schichtbauverfahren (insbesondere FDM/FFF oder SLA/Resin) hergestellt. Als vertragsgemäße Beschaffenheit wird zwischen den Parteien ausdrücklich vereinbart:
• Oberflächenstruktur: Verfahrensbedingt sind feine Schichtlinien (Layer Lines), Stufenbildungen bei Schrägen und Rundungen, sichtbare Nahtstellen (Z-Seam) sowie minimale Ansatzspuren nach dem Entfernen von Stützstrukturen (Supports) technisch unvermeidbar; sie stellen keinen Sachmangel dar.
• Toleranzen & Farbwiedergabe: Fertigungstypische Maßabweichungen (in der Regel ± 0,3 mm bis ± 0,5 mm) sowie geringfügige Farbabweichungen des Rohmaterials gegenüber der Darstellung auf Bildschirmen oder digitalen Entwürfen sind technisch bedingt.
• Materialeigenschaften & Temperaturbeständigkeit: Sofern nicht ausdrücklich in Textform anders vereinbart, sind die Erzeugnisse nicht spülmaschinengeeignet und nicht für den Kontakt mit unverpackten Lebensmitteln zertifiziert. Erzeugnisse aus PLA weisen eine begrenzte Wärmebeständigkeit auf und können sich ab Temperaturen von ca. 50 °C dauerhaft verformen (z. B. durch direkte Sonneneinstrahlung hinter Glas, im Fahrzeuginneren oder auf Heizkörpern).
• Produktsicherheit / Kein Spielzeug: Soweit im Angebot nicht ausdrücklich anders ausgewiesen, handelt es sich bei den gefertigten Objekten um Dekorations-, Werbe-, Sammler- oder Anschauungsartikel und ausdrücklich nicht um Spielzeug im Sinne der EU-Spielzeugrichtlinie (2009/48/EG) bzw. der EU-Spielzeugverordnung. Die Artikel sind von Kleinkindern unter 3 Jahren fernzuhalten (Erstickungsgefahr durch verschluckbare Kleinteile).
3. ANFRAGE, ANGEBOT UND VERTRAGSSCHLUSS
3.1. Die Darstellung von Leistungen und Arbeitsbeispielen auf der Website querpixel.net stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung an den Kunden, eine Projektanfrage zu stellen.
3.2. Der Kunde kann Anfragen unverbindlich per E-Mail, telefonisch oder über das auf der Website bereitgestellte Anfrageformular (inklusive Datei-Upload für Skizzen, Bilder oder 3D-Dateien) einreichen.
3.3. Auf Grundlage der Anfrage erstellt der Auftragnehmer ein individuelles Angebot in Textform (z. B. per E-Mail), in dem Leistungsumfang, Materialwahl, Gesamtpreis, Versandkosten und voraussichtliche Lieferzeit ausgewiesen sind. An dieses Angebot hält sich der Auftragnehmer 14 Kalendertage ab Angebotsdatum gebunden, sofern im Angebot nichts Abweichendes geregelt ist.
3.4. Der Vertrag kommt zustande, sobald der Kunde das Angebot des Auftragnehmers innerhalb der Bindungsfrist in Textform (z. B. per E-Mail) annimmt oder die vereinbarte Zahlung bzw. Anzahlung leistet.
3.5. Der Vertragstext (Angebot, Annahme und diese AGB) wird vom Auftragnehmer im Rahmen der gesetzlichen Aufbewahrungspflichten gespeichert und dem Kunden bei Vertragsschluss per E-Mail auf einem dauerhaften Datenträger übermittelt. Ein öffentlicher Abruf über die Website findet nicht statt.
4. KUNDENVORGABEN, ENTWURFSFREIGABE & URHEBERRECHTE
4.1. Übermittelt der Kunde eigene 3D-Druckdateien (z. B. STL, STEP, OBJ, 3MF), Skizzen, Maße oder Wunschtexte, obliegt ihm die Prüfung auf inhaltliche Richtigkeit (insbesondere Rechtschreibung bei Personalisierungen sowie Maßangaben). Eine Prüfung übermittelter 3D-Dateien durch den Auftragnehmer erfolgt nur hinsichtlich der allgemeinen technischen Druckbarkeit, nicht jedoch auf deren konstruktive Funktionalität oder Belastbarkeit im geplanten Einsatzgebiet des Kunden, sofern dies nicht ausdrücklich Teil des Auftrags ist.
4.2. Werden Artikel nach Entwürfen des Auftragnehmers gefertigt, erhält der Kunde vor Druckbeginn bei Bedarf eine digitale Vorschau (Rendering/Screenshot) zur Freigabe. Nach Freigabe durch den Kunden in Textform sind spätere Änderungswünsche ausgeschlossen bzw. gesondert zu vergüten.
4.3. Rechte Dritter & Freistellung: Der Kunde sichert zu, dass er über sämtliche erforderlichen Nutzungs-, Urheber-, Marken- und Geschmacksmusterrechte an den von ihm eingereichten Dateien, Logos, Vorlagen und Texten verfügt. Der Kunde stellt den Auftragnehmer von sämtlichen Ansprüchen Dritter, die wegen einer Verletzung dieser Rechte geltend gemacht werden, einschließlich der angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung frei. Dies gilt nicht, soweit der Kunde die Rechtsverletzung nicht zu vertreten hat.
4.4. Urheber- und Nutzungsrechte an Entwürfen des Auftragnehmers (CAD-Daten): Erstellt oder bearbeitet der Auftragnehmer im Rahmen des Auftrags 3D-Modelle (CAD-Konstruktionen), verbleiben sämtliche Urheber- und Nutzungsrechte an den digitalen 3D-Quelldateien beim Auftragnehmer. Ohne ausdrückliche anderweitige Vereinbarung erwirbt der Kunde ausschließlich das Eigentum am physisch gedruckten Objekt, jedoch keinen Anspruch auf Herausgabe der digitalen 3D-Druckdateien.
5. PREISE, KLEINUNTERNEHMERREGELUNG UND ZAHLUNGSBEDINGUNGEN
5.1. Umsatzsteuerbefreiung (Kleinunternehmer): Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet und folglich nicht auf Angeboten oder Rechnungen ausgewiesen.
5.2. Alle im Angebot genannten Preise sind Endpreise in Euro zuzüglich der im Angebot ausgewiesenen Versandkosten.
5.3. Sofern im Angebot nicht anders vereinbart, ist der Rechnungsbetrag per Vorkasse (Banküberweisung oder über angebotene Zahlungsdienstleister wie PayPal) innerhalb von 7 Tagen nach Vertragsschluss ohne Abzug zur Zahlung fällig. Bei umfangreichen Aufträgen kann im Angebot eine Anzahlung (z. B. 50 % bei Auftragserteilung, 50 % vor Versand) vereinbart werden.
5.4. Ein Recht zur Aufrechnung steht dem Kunden nur zu, wenn seine Gegenansprüche rechtskräftig festgestellt, unbestritten oder vom Auftragnehmer anerkannt sind. Außerdem ist der Kunde zur Aufrechnung berechtigt, wenn er Mängelrügen oder Gegenansprüche aus demselben Vertragsverhältnis geltend macht.
6. LIEFERGEBIET, SELBSTABHOLUNG, FERTIGUNGSZEIT UND GEFAHRÜBERGANG
6.1. Liefergebiet & EU-Geoblocking: Die Lieferung auf dem Versandweg erfolgt ausschließlich an Lieferadressen innerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Kunden mit Wohnsitz, Niederlassung oder gewöhnlichem Aufenthalt in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind berechtigt, Aufträge zu erteilen; die Bereitstellung der Ware erfolgt in diesem Fall jedoch ausschließlich durch Versand an eine vom Kunden benannte Lieferadresse innerhalb der Bundesrepublik Deutschland oder im Wege einer eigenverantwortlichen Selbstabholung gemäß Ziffer 6.2.
6.2. Selbstabholung: Vereinbaren die Parteien im Rahmen des Angebots die Selbstabholung, erfolgt kein Versand der Ware (Versandkosten entfallen). Die Ware wird nach Fertigstellung am Geschäftssitz des Auftragnehmers (Ebsdorfer Str. 34B, 32825 Blomberg, Deutschland) zur Abholung bereitgehalten. Der Auftragnehmer informiert den Kunden in Textform (z. B. per E-Mail), sobald die Ware fertiggestellt und abholbereit ist. Da am Geschäftssitz kein regulärer Ladenbetrieb mit festen Öffnungszeiten besteht, erfolgt die Abholung ausschließlich nach vorheriger individueller Terminvereinbarung.
6.3. Fertigungs- und Lieferzeit: Da alle Artikel individuell nach Auftragseingang gefertigt werden (On-Demand-Fertigung), beginnt die im Angebot angegebene Liefer- bzw. Fertigungsfrist erst nach Vertragsschluss, vollständiger Klärung aller technischen Ausführungsdetails (ggf. Entwurfsfreigabe) sowie – bei vereinbarter Vorkasse/Anzahlung – nach Zahlungseingang.
6.4. Nichtverfügbarkeit & Maschinendefekt: Sollte ein benötigtes Spezialmaterial (z. B. spezifisches Sonderfilament) trotz rechtzeitigen Deckungsgeschäfts durch den Auftragnehmer ohne dessen Verschulden nicht verfügbar sein oder ein schwerwiegender, unvorhersehbarer Maschinendefekt eintreten, informiert der Auftragnehmer den Kunden unverzüglich. Ist eine Fertigung dadurch dauerhaft oder innerhalb angemessener Frist nicht möglich, sind beide Parteien zum Rücktritt berechtigt; bereits geleistete Zahlungen werden unverzüglich erstattet.
6.5. Gefahrübergang: Bei Verbrauchern geht die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung der Ware mit der Übergabe der Ware an den Verbraucher (im Versandfall oder bei Selbstabholung) über. Ist der Kunde Unternehmer, geht die Gefahr im Versandfall auf den Kunden über, sobald der Auftragnehmer die Ware dem Versanddienstleister ausgeliefert hat (§ 447 BGB), oder im Fall der Selbstabholung mit der Übergabe bzw. dem Eintritt eines Annahmeverzugs.
7. EIGENTUMSVORBEHALT
7.1. Gegenüber Verbrauchern behält sich der Auftragnehmer das Eigentum an der gelieferten Ware bis zur vollständigen Bezahlung des Rechnungsbetrages aus dem jeweiligen Auftrag vor.
7.2. Gegenüber Unternehmern behält sich der Auftragnehmer das Eigentum an der Ware bis zur vollständigen Begleichung aller Forderungen aus einer laufenden Geschäftsbeziehung vor.
8. WIDERRUFSRECHT FÜR VERBRAUCHER & GESETZLICHE AUSSCHLUSSGRÜNDE
8.1. Schließt ein Verbraucher einen Vertrag unter ausschließlicher Verwendung von Fernkommunikationsmitteln ab (Fernabsatzvertrag), steht ihm grundsätzlich ein gesetzliches 14-tägiges Widerrufsrecht zu. Die Einzelheiten ergeben sich aus der gesonderten Widerrufsbelehrung, die dem Verbraucher mit dem Angebot in Textform übermittelt wird.
8.2. Gesetzlicher Ausschluss des Widerrufsrechts bei individuellen Anfertigungen (§ 312g Abs. 2 Nr. 1 BGB):
Das Widerrufsrecht besteht gemäß § 312g Abs. 2 Nr. 1 BGB nicht bei Verträgen zur Lieferung von Waren, die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine individuelle Auswahl oder Bestimmung durch den Verbraucher maßgeblich ist oder die eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse des Verbrauchers zugeschnitten sind (z. B. Drucke nach individuellen Kundendateien/Skizzen, Sondermaße, individuelle Farb-/Materialkombinationen nach Kundenwunsch, Namenspersonalisierungen oder individuell konstruierte Einzelstücke).
9. SACHMÄNGELGEWÄHRLEISTUNG
9.1. Es gelten die gesetzlichen Vorschriften zur Mängelhaftung unter Berücksichtigung der Beschaffenheitsvereinbarungen in Ziffer 2.2.
9.2. Schäden, Verformungen oder Verschleißerscheinungen, die durch unsachgemäße Verwendung durch den Kunden, Überhitzung (z. B. Sonneneinstrahlung im Pkw, Spülmaschine), übermäßige mechanische Belastung oder unsachgemäße Weiterverarbeitung entstehen, begründen keinen Sachmangel.
9.3. Sonderregelungen für Unternehmer (B2B):
Handelt der Kunde als Unternehmer, gilt abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen:
• Der Kunde hat die Ware unverzüglich nach Ablieferung zu untersuchen und erkennbare Mängel unverzüglich, spätestens innerhalb von 7 Werktagen ab Erhalt, in Textform anzuzeigen (§ 377 HGB). Verdeckte Mängel sind unverzüglich nach ihrer Entdeckung in Textform anzuzeigen.
• Die Wahl der Art der Nacherfüllung (Nachbesserung oder Ersatzlieferung) liegt beim Auftragnehmer.
• Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche bei neu hergestellten Sachen beträgt ein Jahr ab Gefahrübergang. Ausgenommen hiervon sind Schadensersatzansprüche wegen der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie Ansprüche wegen Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Auftragnehmers oder seiner Erfüllungsgehilfen beruhen, sowie Rückgriffsansprüche nach § 445a BGB; für diese gelten die gesetzlichen Verjährungsfristen.
10. HAFTUNG
10.1. Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Auftragnehmers, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen. Ebenso unberührt bleibt die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz sowie bei Übernahme einer ausdrücklichen Garantie oder bei arglistigem Verschweigen eines Mangels.
10.2. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer im Übrigen nur bei der Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf (Kardinalpflicht). In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden begrenzt.
10.3. Im Übrigen ist eine Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
11. ANWENDBARES RECHT, GERICHTSSTAND & VERBRAUCHERSTREITBEILEGUNG
11.1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht der gewährte Schutz durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen wird (Art. 6 Abs. 2 Rom-I-VO).
11.2. Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertragsverhältnis der Geschäftssitz des Auftragnehmers.
11.3. Vertragssprache ist Deutsch.
11.4. Hinweis gemäß § 36 Verbraucherstreitbeilegungsgesetz (VSBG):
Der Auftragnehmer ist weder bereit noch verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.